Potamotrygon castexi

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Das Wasser

Das Wasser im Lebensraum der südamerikanischen Süßwasserrochen ist mineralarm, warm und sauer. Doch so wie bei Diskusfischen, die im gleichen Lebensraum vorkommen, ist es auch bei den Süßwasserrochen nicht nötig diese Bedingungen genau zu kopieren um sie zu pflegen.

Die Angaben hier beziehen sich auf die Pflege der allgemein erhältlichen großäugigen Rochen. Rochen die empfindlicher sind werden am Ende dieser Seite aufgeführt.

Temperatur

Die Wassertemperatur im natürlichen Verbreitungsgebiet liegt zwischen 15C im Winter in Argentinien bis über 30C im Amazonas-Gebiet. Daher ist es gut, das natürliche Vorkommensgebiet der Rochen die man pflegt zu kennen und die Wassertemperatur entsprechend zu wählen.
Für die meisten Arten haben sich Hälterungstemperaturen von 25 - 30C als ideal erwiesen. Bei hohen Temperaturen ist auf eine ausreichende Belüftung des Beckens zu achten, da Rochen sehr sauerstoffbedürftig sind. Allgemein kann man sagen, dass Rochen bei zu niedrigen Temperaturen ruhiger sind, weniger fressen und sich nicht mehr fortpflanzen.

Wasserhärte und pH-Wert

Die meisten im Handel erhältlichen Süßwasserrochen sind recht anpassungsfähig bezüglich der Wasserhärte und dem pH-Wert. Man muß lediglich darauf achten sie sehr langsam an die neuen Wasserbedingungen zu gewöhnen.

Auch zur Zucht ist kein besonders weiches Wasser erforderlich wie die folgende Aufstellung der Wasserwerte erfolgreicher Züchter zeigt:

Züchter pH-Wert Wasserhärte
Potamotrygon motoro    
Keith Segura (Californien) 8,2 25GH (250ppm)
Herbert Meier (Deutschland DATZ 4/99 S.16) 7,0 13GH 6KH
Yuichi Miura (Japan) 4,1 - 6,6 8 -16GH 0 KH
     
Potamotrygon leopoldi    
Peter Lutz (Deutschland DATZ 6/99 S.10) 7,0 - 7,5 800µS/cm

Ein gewisser Anteil an Karbonaten ist sogar vorteilhaft, damit es nicht zu einem Säueresturz kommen kann. Wie kommt es dazu?

Beim bakteriellen Umbau der Stickstoffverbindungen (Eiweiß) im Filter wird über die Stufen Ammonium und Nitrit schließlich Nitrat erzeugt. Dabei werden aber auch H+ Ionen frei, diese machen das Wasser sauer.

2NH4+ ---+ ---2OH- ---+ ---3O2 --------> --- 2NO3- ---+ ---2H2O --- + --- 6H+--------<

Wenn jetzt nicht genügend Puffer in Form von Karbonaten im Wasser ist fällt der pH-Wert schnell ab (siehe in obiger Tabelle die Werte von Y. Miura, ihm sind sogar schon Rochen wegen zu niedrigem pH-Wert eingegangen). Da die Süßwasserrochen einen sehr hohen Stoffwechsel haben entstehen entsprechend viele Nitrat und auch H+ Ionen.

Daher muß man vorsichtig sein, wenn man Süßwasserrochen in karbonatarmen Wasser pflegt und ständig den pH-Wert im Auge behalten.

Nitrat und Nitrit

Der Nitratgehalt sollte durch regelmäßigen Wasserwechsel unter 50mg/l gehalten werden. Bei hohen Nitrat-Werten wachsen Rochen langsam. Oberhalb 150mg/l kam es bereits zu Nahrungsverweigerung.

Auf Nitrit reagieren manche Rochen sehr empfindlich, bei P. scobina kam es bereits zu Nahrungsverweigerung bei Nitrit-Werten ab 0,025mg/l. Besonders problematisch wird es hier in neue eingerichteten Aquarien.
Bevor Rochen eingesetzt werden muß der biologische Filter eingefahren sein!
Da ein einziger Rochen von ca. 15 cm Durchmesser bereits so stark das Wasser belastet wie 30 normale Aquarienfische zusammen darf man nicht denken, ich hab ja nur einen Fisch im Aquarium das wird schon gehen. (siehe auch unter
Filteranlage)

Wenn in einer bestehenden Anlage plötzlich der Nitrit-Wert ansteigt kann das anzeigen, dass die Filteranlage überlastet ist (da die Tiere größer geworden sind und das Wasser stärker belasten) und erweitert werden muß.

Kupfer

Süßwasserrochen reagieren sehr empfindlich auf Kupfer im Wasser. Daher ist Vorsicht geboten wenn neue Wasserleitungen aus Kupfer im Haus installiert wurden.
Man sollte dann die ersten 10 Liter Wasser, die längere Zeit in der Leitung standen, erstmal weglaufen lassen bevor man Wasser in das Becken füllt.
Außerdem kein Wasser aus der Warmwasserleitung entnehmen, da sich dort Kupfer schneller löst.

Organische Wasserverunreinigungen

Darunter fallen die Stoffwechselprodukte der Fische, aber auch Lösungsmittel oder andere wasserlösliche Gase, die im Haus anfallen könnten zum Beispiel beim Streichen oder beim Verarbeiten von Klebern oder Fugenfüllstoffen, aber auch Zigarettenrauch. In dem Raum, in dem das Rochenaquarium steht, sollten solche Gase möglichst nicht anfallen. Auch darauf achten, daß eine evtl. vorhandene Luftpumpe nicht solche Gase in das Becken pumpt.

Wasseraufbereitung

Da Rochen auf einige Wasserinhaltsstoffe durchaus heftig reagieren können ist es von Vorteil, das Leitungswasser vor Gebrauch über einen Aktivkohle-Blockfilter laufen zu lassen. So kann man unliebsamen Überraschungen vorbeugen, die durch Spuren von Kupfer, organischen Verunreinigungen wie Pestizid- und Medikamentenrückständen oder Desinfektionsmittel etc. hervorgerufen werden können.

Rochen mit besonderen Ansprüchen

Tiger Rochen Potamotrygon menchacai Temperatur um 30C, vor allem zum Eingewöhnen der Tiere.

kleinäugige Rochen Leitfähigkeit unter 150µS/cm (5GH) zum Eingewöhnen der Tiere

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Hallo ich bin Jackomo!

" Das schöne am Aquariumleben ist, daß das Wasser so schön klar ist und man die komischen Gestalten vor dem Becken gut beobachten kann "

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